Mitsegeln

An Bord meines 18-m Katamarans haben maximal 4 Personen und 1 Kind Platz. Die beiden separaten Gästekabinen haben einen eigenen Niedergang, sind optimal belüftet und das Doppelbett (man kann das nicht mehr eine Koje nennen) ist generös bemessen.

Zur Zeit unternehme ich Törns auf den Philippinen und habe ein sehr interessantes Revier in dieser vielfältigen Inselwelt entdeckt. Tropische Inseln mit weißen Sandstränden über denen sich die Palmen im Monsun wiegen. Nicht zu vergessen das klare Wasser das zum Schnorcheln einladet. Segelkenntnisse sind nicht erforderlich und zu tun gibt es auch nichts, was den Urlaub an Bord echt entspannend macht. Für das leibliche Wohl sorgt meine Partnerin Loida die ausgezeichnet kocht und exotische asiatische sowie auch europäische Gerichte auf den Tisch bringt. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer gesunden Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Salat und Fisch. Selbst gebackenes Vollkornbrot zum Frühstück ist eine Selbstverständlichkeit.

Die beste Zeit unter Segel auszuspannen ist während des Nordostmonsuns von Ende Oktober bis Anfang Mai. Danach beginnt der nasse und windige Südwestmonsun. In den zentralen Philippinen segelt man meist im glatten Wasser, bedingt durch die vielen Inseln rundherum. Und das alleine auf weitem Flur, einer anderen Yacht zu begegnen ist eine echte Seltenheit.

Segeln und Sicherheit auf den Philippinen:
Alle Überfälle und Entführungen sind ausschließlich im Süden von Mindanao, im Süden von Palawan oder direkt auf den Sulu Inseln erfolgt. Die Abu Sayyaf Terroristen haben ihren Stammplatz auf der Insel Jolo, zu der sie auch die Geisel verschleppen um danach Lösegeld zu fordern. Gerade der letzte Vorfall, bei der die deutsche Yacht Rockall in den Sulu Inseln überfallen wurde, ist fast unverständlich. Jeder weiß, dass die Sulu Inseln das gefährlichste Gebiet der Philippinen sind, also warum gerade dorthin segeln und das Schicksal herausfordern. Noch dazu ist das Paar Jahre zuvor in Somalia entführt worden. Aber wie der Skipper sagte, Politik und Piraten interessieren ihn nicht, sein Leben ist Segeln. Jahre zuvor wurden mir bekannte Segler im Süden der Insel Palawan entführt. Sie waren wochenlang in einem Gebiet das als gefährlich bekannt ist. Ich bin unzählige Male über die Sulu See nach Borneo und wieder zurück gesegelt und habe kein Problem damit. Aber dann ankere ich auch nicht tagelang in selben Bucht und ziehe Aufmerksamkeit auf mich.
Warum ist noch nie ein Überfall in meinem Fahrtengebiet passiert? Ganz einfach, es ist zu weit weg von Jolo. Die Terroristen müssen ja nach dem Anschlag schleunigst zurück auf ihre Insel und die Reichweite mit ihren Auslegerbooten ist begrenzt. Je länger sie unterwegs sind, desto eher besteht die Gefahr einem Küstenwachschiff in die Quere zu kommen. Cebu und das Gebiet östlich und nördlich davon eignet sich also nicht für diese Tätigkeiten.

Wenn du Fragen zum Törn hast, kannst du dich gern per E-Mail an mich wenden und ich sende dir den aktuellen Törnplan und weitere Informationen zu.

Wolfgang Hausner